Ich habe auf euch gewartet!

Die Augenzeugin marschierte munter durch die Dunkelheit der Metro, nur Ihre Augen leuchteten leicht – sei es wegen der schwachen Taschenlampe, dass stehts auf den Boden gerichtet war, als würde die kleine Frau keinerlei Angst vor unbekannten Gefahren haben, oder wegen der Entschlossenheit, dass ihr deutlich im Gesicht anzusehen war. Nur noch ein paar hundert Meter bis zu einer halbwegs bewohnten Station… Leise flüsterte die Augenzeugin vor sich hin..

Es kann doch nicht sein, dass ich, ein Mensch aus Fleisch und Blut, eine unbezwungene Seele, jemand, der noch klar denken kann und halbwegs den Übersicht hier unten behalten hat, mich von jemanden verstecken muss. Ich habe doch niemanden etwas getan, ich bin nur da, um zu helfen!

Plötzlich bleibt die Augenzeugen stehen und drückt sich gegen der Tunnelwand. Einige Gaswolken tauchen aus der Dunkelheit auf und fangen an, sich im schwachen Licht der Taschenlampe in einem erschreckend faszinierenden, plastischen Tanz um die Frau zu kreisen. Ruhig, fast atemlos, beobachtet die Augenzeugin diese seltsame Licht und Schatten Spiele. Und dann..

Ich habe auf euch gewartet!

Die Augenzeugin streckt die freie Hand der Wolken entgegen und lächelt fast verliebt.

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